Neue Reifenkennung

Hinweispflicht auf Nachkontrolle nach Radwechsel.

Da erfahrungsgemäß nicht auszuschließen ist, dass sich die Radschrauben/-muttern nach einem Radwechsel wieder lockern, ist die ausführende Werkstatt grundsätzlich verpflichtet, den Kunden auf die Notwendigkeit einer Nachkontrolle nach einigen Fahrkilometern hinzuweisen, wobei ein Rechnungsaufdruck nur bei deutlicher optischer Hervorhebung ausreicht (LG Augsburg, Urteil vom 06.02.2001, Az. 4 S 205/99).


S-Kennung von Reifen ab 1. Oktober


Die Europäische Union hat Grenzwerte für das Abrollgeräusch von Reifen festgelegt.

Reifen, die diese Grenzwerte erfüllen, tragen ein „S“ als Kennzeichen auf der Flanke. Für die Umsetzung der EU Richtlinie 2001/43 zur Sound-Kennzeichnung von Reifen gelten in Abhängigkeit von der Reifengröße nachstehende Termine:

  • Bei Reifen der Klasse Cl (Pkw-Reifen nach ECE-R 30) mit einer Querschnittsbreite  ≤ 185: 1. Oktober 2009
  • Bei Reifen der Klasse Cl (Pkw-Reifen nach ECE-R 30) mit einer Querschnittsbreite > 185 ≤  215: 1. Oktober 2010
  • Bei Reifen der Klasse Cl (Pkw-Reifen nach ECE-R 30) mit einer Querschnittsbreite > 215: 1. Oktober 2011.

Es ist unbedingt zu  beachten, dass es ab den o. g. Terminen untersagt ist, Reifen ohne S-Kennung in den Verkehr zu bringen bzw. zu verkaufen.


Bußgeld bei falscher Bereifung


Bereits seit dem 01.05.2006 gilt laut § 2 Abs. 3a StVO, dass bei Kraftfahrzeugen „die Ausrüstung an die Wetterverhältnisse anzupassen“ ist; hierzu gehört insbesondere eine geeignete Bereifung.

Daher müssen alle, die bei winterlichen Verhältnissen mit Sommer- reifen unterwegs sind, mit einem Bußgeld von mindestens 20,00 € rechnen.

Wird darüber hinaus, durch eine an die Witterungsverhältnisse nicht angepasste Bereifung, ein Unfall verursacht, kann auch ein Punkt im Flensburger Verkehrszentralregister hinzukommen (Urteil vom AG Trier, Az. 6 C 220/85).

Bild von Reifen mit und ohne S-Kennung

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